Evergore

Hintergrund der Welt Dunladan

Es war eine dunkle Zeit, es herrschte Krieg im Lande. Dörfer lagen in Trümmern, Erde wurde zu Asche. Es war eine Zeit des Argwohns und Neids...der Ursprung des Chaos lag im Herzen der Menschen selbst.

Seit Jahrhunderten lebten die Königreiche in Frieden, keine Kämpfe störten die Ruhe der Bewohner. Der uralte Orkkrieg geriet in Vergessenheit, die dunkle Geschichte des Landes wurde verleugnet. Niemand wollte sich daran erinnern, niemand wollte sich das Unrecht eingestehen, dass die Ahnen der Menschen den Orks jenen Tagen getan haben. Es liegt in der Natur der Menschen, unliebsame Erinnerungen zu vergessen - gleich einer mentalen Rüstung, die sämtliche Erinnerungen an eigene Fehler abprallen lässt. Doch der Frieden in dem die Menschheit lebte sollte nicht ewig wären.

Jahrzehnte später, als das Blut der alten Tage versickert war und neues Leben gedieh, lebten die Menschen in einer fruchtbaren Zeit. Die Ernten waren gut, so gut, dass der Adel der alten Tage in einem Wohlstand leben konnte, der an Dekadenz kaum zu überbieten war. Doch sie wollten mehr. Es genügte nicht, sich mit Gold und Prunk zu umgeben, denn all dies verlor seinen Sinn, hatte der Nachbar doch ähnlichen Glanz. Man forderte, man beutete die Schätze des Bodens gedankenlos aus. Doch auch all die Plackerei der Landbevölkerung und der Arbeiter brachte nicht den gewünschten Erfolg. Missgunst entflammte in den Reichen.

Es wurden gewaltige Wälle errichtet. So schützte man sich vor einem Feind, den es nicht gab. Und der Nährboden für den aufkeimenden Hass auf seine Brüder war bereitet. Eine Ironie der Geschichte, dass sich die Menschen auf diese Weise selbst fast ausgerottet hatten. Es begann ein fürchterlicher Krieg im Land, ein Krieg gegen die eigenen Brüder, der so sinnlos wie blutig war. Niemand weiß mehr, wer ihn entfachte, doch die Reiche stürzten sich blind in die Schlachten.

Der Krieg tobte drei Jahre. Er forderte viele Opfer unter der Bevölkerung. Und fragte man in jenen Tagen einen Soldaten nach dem Grund des Hasses, so erntete man stets fragende Blicke - man hatte Glück nicht auf der Stelle erschlagen zu werden. Nur eines war gewiss: Er würde weitergehen.

All dies ist nun viele Jahre her. Der Krieg ging zu Ende, das Land war verbrannt. Die Menschheit schien aus einem langjährigen Albtraum zu erwachen und fand sich vor einem Land wieder, dass sie selbst zugrunde gerichtet haben. Neue Städte wurden errichtet, das Land zu einem Reich vereint. Von nun an sollte es nur das eine Volk geben unter einem König. Mit nur einem Ziel: Das Land zu bevölkern, zu bewirtschaften und vor allem zu leben.